Gegen eine heimtückische Messerattacke hat auch ein Profi ganz schlechte Karten. Messerabwehr klappt meistens nicht (gut) oder nur mit Verletzungen. Bei einer Bedrohungssituation mit einem Messerhat man schon bessere Möglichkeiten. Gegen eine Schußwaffe auf Entfernung wird es schwierig. Schußwaffe im Nahbereich ist machbar.. Aber das sind extreme Situationen, „on the edge“ wie man sagt.
Aber es gibt genug Bedrohungssituationen (auch mit Waffen) und Angriffe, bei denen Krav Maga oder andere Systeme Lösungen anbieten können.
Dann hat man gute Chancen, heil oder mit möglichst geringem Schaden aus einer kritischen Situation herauszukommen.
Vor allem aber gilt: Falls man durch sein Verhalten und Auftreten präventiv kritische Situationen vermeidet oder entschärfen (deeskalieren) kann, umso besser.
Jede körperliche Auseinandersetzung und jeden Kampf, den man nicht geführt hat, hat man gewonnen.
Wenn man vorab z.B. durch Körperhaltung, Auftreten, Ausstrahlung für potentielle Täter kein geeignetes „Zielobjekt“ für einen Angriff oder Überfall darstellt, hat man das Ziel erreicht, meist erst gar nicht in Gefahr zu kommen.
Besonders Frauen und weibliche Jugendliche / Mädchen sind (weltweit betrachtet) leider immer noch am meisten gefährdet. Die Zahlen an Gewalt, Übergriffen, sexuellen Übergriffen gegenüber Frauen ist seit vielen Jahren quasi unverändert hoch geblieben.Daher möchte ich Frauen und weibliche Jugendliche / Mädchen besonders ansprechen, sich mit dem Thema Selbstverteidigung zu beschäftigen.
Leider passiert hier immer noch der überwiegende Teil an Taten gegenüber Frauen im häuslichen / familiären Umfeld oder im bekannten vertrauten Umkreis (hier sind sowohl Personen als auch Örtlichkeiten gemeint). Das ist eine besondere Herausforderung.
Von daher, auch wenn man hofft, selbst nie in eine Situation zu geraten, in der ich körperlich kämpfen muss, macht es Sinn, mental und technisch bestmöglich vorbereitet zu sein, da so eine Situation ganz plötzlich und unerwartet eintreten kann.